Dazu müsse man wissen, dass die Menschen sich 10 Prozent ihres Wissens und Könnens durch Lesen aneignen, 20 Prozent durch Hören, 30 Prozent durch Sehen, 70 Prozent durch selbst Sagen und 90 Prozent durch selbst Tun. Achauer unterschied zwischen drei Lerntypen - dem visuellen, dem auditiven und dem haptischen. Der visuelle Typ liebe Bücher, Fernsehen und Kino. Er achte auch auf Kleidung. Für ihn seien Lernkarten und Mindmaps hilfreich, auch das Markieren und Unterstreichen wichtiger Passagen. Bewährt habe sich die auf die alten Griechen zurückgehende sog. „Loci-Technik“. Sie baue auf der Annahme auf, dass es für viele Menschen schwierig ist, sich ohne Hilfstechniken eine Abfolge von Dingen zu merken. Daher werden in der Loci-Technik Lerninhalte in eine fiktive Struktur "eingeordnet" bzw. mit Hilfe dieser Struktur auch miteinander verknüpft. Eine wichtige Hilfe sei das Visualisieren von Lerninhalten. Durch Bilder werde das Augenmerk auf das Wesentliche gelenkt. Bei Visualisierungen liebe die Kunst im Weglassen, um die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken. Der auditive Lerntyp könne leicht gehörte Informationen aufnehmen, sie behalten und auch wiedergeben. Er lerne am besten, wenn er den Lernstoff hört, indem er sich den Text selbst laut vorliest oder einem anderen dabei zuhört. Er kann sehr gut auswendig lernen, indem er den Text laut spricht. Ihm liegen vor allem mündliche Aufgaben. Für den auditiven Typ eigneten sich Lernhilfen über MP-3-Player, das Lernen mit Musik, das Vorlesen und Diskutieren und das Nutzen verschiedener Stimmlagen. Der haptische Lerntyp könne nicht stillsitzen. Er brauche Bewegung. Er benötige keine langen Erklärungen, sondern mache sich sofort selbst an die Arbeit. Für ihn seien das Lernen mit Bewegung, möglichst in kleinen Gruppen und die Mnemotechnik als Lernhilfen geeignet. Ihm sollten immer wieder Pausen gegönnt werden. Nach so viel Information waren die Eltern – zu ihrem sichtlichen Erstaunen – selbst mit Gruppenarbeiten gefordert. Das HSU-Thema „Strom“ wurde mittels der Locitechnik visuell umgesetzt, das Thema „Einmaleins“ haptisch und das Thema „Wortarten“ auditiv mittels eines Wortartenraps.

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