Nachdem der Chor unter Leitung von Lin Ingrid Augsberger das Lied „Wenn der Sommer kommt“ angestimmt hatte, verband Bürgermeister Alwin Märkl seine Glückwünsche mit dem Rat, immer positiv in die Zukunft zu blicken, auch wenn dies angesichts vieler negativer Ereignisse nicht immer leicht falle. Er griff den von den Schülern in ihrer Einladung zitierten Satz auf, dass es „bei ihnen immer rund gegangen“ sei. Diese Aussage lasse sich positiv interpretieren. Es sei doch gut, wenn etwas rund laufe. „Etwas Rundes kann ja nichts Negatives sein. Es gibt in dieser geometrischen Form keine Ecken und Kanten.“ Das Gemeindeoberhaupt zeigte sich überzeugt, dass die Entlassschüler ihren Weg gehen werden. Auf diesem seien Träume, Visionen und Luftschlösser ausdrücklich erlaubt. Es folgte der Song „Einmal um die Welt“, dargeboten von der Schulband unter Leitung von L Simon Klösel. Elternbeiratsvorsitzende Ilona Obermeier bestärkte die Jugendlichen in ihrer Aussage, „Stars“ zu sein. Das Quali-Zeugnis sei ein guter Beleg dafür. Engagiert wies sie darauf hin, dass die Gesellschaft nicht nur Akademiker brauche, sondern genauso Handwerker. Nachdem die Siebtklässler in Badekleidung die Entlassschüler in dem Sketch „Im Freudenberger Freibad“ ein wenig auf den Arm genommen und die Schulband den Song „Lass uns gehen“ intoniert hatte, sang Schülersprecher Leander Brandelik eine kleine Lobeshymne auf Klassenleiterin Sabine Spindler. Sie habe ein großes Herz und immer ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer Schüler und Schülerinnen gehabt. Dass sie die Klasse täglich mit Mathe gequält hat, habe sich beim Quali bezahlt gemacht. Vor Sabine Spindlers Rede wurde an eine Reihe von Lehrkräften für ihre außergewöhnlichen Leistungen der „Werner-Ott-Preis“ verliehen. Mit der Namensgebung wollte man eine Verbindung zwischen dem ehemaligen Rektor Werner Schulz und die neue Rektorin Marion Ott herstellen. Im Bereich Geschichte-Soziales-Erdkunde wurde Johanna Imgrund ausgezeichnet, in Informatik und Wirtschaft FOLin Christine Schüller. Den Technik-Preis erhielt FOLin Anita Hirsch, den Preis für Religion Pfarrer Robert Kratzer. Der Preis für Musik ging an FLin Regina Rester-Achhammer, der für Sport an L Simon Klösel. Mit dem Kunstpreis wurde KRin Claudia Piehler bedacht, mit dem Koch-Preis FLin Ute Beigel. Im Fach „Zuarbeit und Hilfestellung“ wurde Sekretärin Rita Bogner als Preisträgerin gekürt. Hausmeister Gerhard Greß wurde als „Champion der Wurstsemmel“ geehrt. Die höchste Auszeichnung gab es für Lin Sabine Spindler. Diese verglich die zurückliegenden drei Schuljahre mit einer Zugreise. Sie gestand freimütig, dass sie bei der Übernahme der Klasse befürchtete, dass manche den Zielbahnhof Quali wohl nie erreichen würden. Ihr sei das Lied „Das ist Wahnsinn – warum schickst du mich in die Hölle?“ eingefallen. Unterwegs habe man viele Bahnhöfe angefahren, auch immer wieder mal das Gleis „Arbeitswelt“ beschnuppert. Bei der Ankunft am Zielbahnhof Quali sei ihr ein anderes Lied durch den Kopf gegangen: „Wunder geschehn, ich hab’s gesehn!“ Ihre Lehrversuche hätten tatsächlich gefruchtet. Einige hätten früh begriffen, dass sie den Lernzug nicht verpassen dürfen, andere seien im letzten Moment aufgesprungen. Gott sei Dank bleibe niemand auf dem Zielbahnhof Quali stehen. Es gehe mit dem Azubi-Zug oder einem anderen Schul-Zug weiter. Ihr Wunsch sei es, dass jeder seinen neuen Zielbahnhof erfolgreich erreiche. Dank sagte Sabine Spindler allen, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung der Entlassfeier engagiert hatten. Dem „Au Revoir“ der Schulband folgte die Zeugnisausgabe, bevor Sabine Spindler unter dem Motto „I did it my way“ per Powerpoint die letzten drei Schuljahre Revue passieren ließ. Der Schülerchor beschloss die Feier, an die sich ein kleiner Sektempfang anschloss, mit dem Lied „Auf Wiedersehen“.

Free business joomla templates